Fertigungen für Fertiggaragen teilweise ins Ausland verlagert

Sehr viele Branchen gehen dazu über, im Ausland die einzelnen Komponenten für ihre Produkte herstellen zu lassen. Das bedeutet für den Kunden nicht, dass es sich hierbei um schlechtere Qualität handelt, denn es sind in der Regel von kompetenten Fachkräften geführte Betriebe, die die Arbeiten ausführen. Lediglich der Preis wird davon beeinflusst, denn die Löhne und die Preise für Material sind in manchen Ländern eben billiger, was sich trotz der Kosten für die Logistik durchaus noch auf den Wiederverkaufspreis auswirken kann. Wer auf dem Markt mit der Konkurrenz mithalten möchte, kann es sich nicht erlauben, teuer zu produzieren. Das schlägt sich dann entweder auf den eigenen Gewinn nieder oder aber auf den Verkaufspreis, der dann über dem der anderen Firmen liegt. Weniger Kunden bedeutet, weniger Einnahmen und das ist der Anfang vom Untergang für jedes Unternehmen. Wie die Verlagerung ins Ausland geschieht, ist verschieden. Entweder wird ein ausländisches Unternehmen mit gewissen Qualitätsvorgaben einfach mit der Herstellung verschiedener Bauteile beauftragt, oder ein eigenständiges Unternehmen gegründet, speziell für die Fertigung einzelner Komponenten. Dieses steht dann entweder unter der Leitung deutscher Vorarbeiter oder die deutsche Firmenleitung übernimmt die Ausbildung, Schulung und Auswahl der Angestellten, um den Standard zu wahren.

Ein Unternehmen könnte nicht mehrere Jahre Garantie auf seine Produkte versprechen, wenn sie sich nicht vollkommen sicher wäre, keine schlechte Qualität zu liefern. Also wird man darauf achten, dass die Fertiggaragen und alle einzelnen Teile, die hier verbaut werden, nach allen Regeln der verlässlichen deutschen Handwerkskunst hergestellt werden. Die billigere Produktion im Ausland darf natürlich auf keinen Fall die Folge haben, dass das Unternehmen bei den verkauften Garagen immer wieder für Mängel zur Verantwortung gezogen wird. Das wäre nicht nur schlecht für den lebenswichtigen Ruf der Firma, sondern schmälert auch den Gewinn des Unternehmens erheblich und nachhaltig. Deshalb muss, falls im Ausland produziert wird, nach höchstem Standard in Material und Arbeitsweise gearbeitet werden.

Zwei Arten gibt es, Fertiggaragen herzustellen. Zum einen werden hier so genannte Schalungsmaschinen verwendet. Dabei werden nicht die einzelnen Wände in Formen gegossen, sondern eine Schalung für den kompletten Korpus der Fertiggarage genutzt. Durch Rütteln erreicht man eine blasenlose Festigung des Betons und das Fehlen von Fugen und Montagestellen. Durch das Einfügen des vorgefertigten Bodens kann der Rest der Garage gleich mit dem Boden verbunden werden. Auch ein nachträgliches Anschrauben und verfugen ist möglich. Der Boden der Garage, sofern er extra gefertigt wird, ist eine Komponente, für die man über die Auslandsproduktion nachdenken kann.

Viele Länder profitieren davon, dass die deutschen Industriebetriebe ihre Fertigung in ihre Regionen verlegen. Einige deutsche Unternehmen haben sich beispielsweise auch in Polen angesiedelt. Laut www.auswaertiges-amt.de führte nicht zuletzt diese Tatsache dazu, dass Polen als einziges EU-Mitgliedsland ein positives Wirtschaftswachstum vorweisen kann. Nach wie vor sind die Löhne in Polen sehr günstig, auch wenn in den letzten Jahren eine gewisse Angleichung an europäische Standards erfolgte. Das Produzieren in Polen ist vor allem für Unternehmen günstig, die nahe der östlichen Grenze der Bundesrepublik ansässig sind und von dort aus den weiteren Verkauf ihrer Produkte erledigen. So halten sich die Kosten für den Transport in Grenzen und natürlich ist auch eine Zusammenarbeit über die geringere Distanz viel leichter in die Tat umzusetzen.

Für den Verbraucher bedeutet es keinen Unterschied, ob nun eine Fertiggarage oder ein anderes Produkt allein in Deutschland oder mit in Ausland gefertigten Komponenten hergestellt wird. Das Verschmelzen der Länder vor allem innerhalb der Europäischen Union bringt nur Vorteile mit sich. Dies macht bei Garagen einen ebenso geringen Unterschied aus, wie zum Beispiel bei den Fahrzeugen, die zwar ein deutsches Label tragen, aber für die die einzelnen Bauteile aus aller Herren Länder zusammen gekauft werden.