Demokratie auch in einer Familie

Die kleinste Einheit in einer Demokratie ist die Familie. Hier sollte also die Demokratie in ihren Grundsätzen gelebt werden, denn sonst kann sie in den höheren Eben ja eigentlich gar nicht funktionieren. Dass das nicht immer so ganz funktioniert, ist klar. Würde jeder in der Familie gänzlich nach seiner Meinung leben, wäre das Chaos wohl vorprogrammiert. Das sind aber rein private Dinge, wo zwar prinzipiell auch jeder Mensch das Recht auf seine eigene Meinung hat, dies aber zu sehr schlechten Entscheidungen führen könnte. Deswegen ist es auch gesetzlich geregelt, dass Minderjährige zunächst einmal die Anweisungen ihrer Eltern zu befolgen haben und diese auch durch ihre Unterschrift ihr Einverständnis in vielen Belangen geben müssen. Auflehnung gegen diese beschnittenen Rechte der Demokratie gibt es an jedem Tag Tausende Male auf der ganzen Welt.

Die Erziehung zur Demokratie ist wichtig. Der Vater als Patriarch, die Mutter als gefügige Begleiterin seines Daseins, die Kinder als reine Befehlsempfänger: Diese Zeiten sind ein für alle Mal vorbei und sollten nach Möglichkeit auch niemals wiederkehren. In vielen, längst aber nicht allen Familien in der demokratischen Welt funktioniert es mittlerweile ganz gut, dass zumindest zwischen den Partnern die Entscheidungen unter Berücksichtigung der Argumente beider Parteien getroffen werden. Über den Urlaub zum Beispiel könnte man ja auch die Stimmen der Kinder berücksichtigen; manche gute Idee kommt hier zutage. Die Unterdrückung, die in anderen Kulturen immer wieder noch thematisiert werden muss, wird sich auch in den nächsten Jahren noch nicht beseitigen lassen, auch wenn Menschenrechtler sich vehement dafür einsetzen. Leider ist die Demokratie aber auch in mancher deutschen Familie nicht wirklich das, was sie sein sollte: Ein gleichberechtigtes Miteinander aller Personen.