Der Grill allein ist gut und wichtig. Nicht auskommen können die Grillfreunde auf aller Welt aber ohne das passende Zubehör – sei es zum Grill oder einfach zum Essen im Freien, das manchmal ganz andere Herausforderungen mit sich bringt, als das Essen im Esszimmer, drinnen im geschützten Umfeld. Dabei gibt es in allen diesen Bereichen natürlich Unterschiede, gerade, was den Grill an sich und das dementsprechende Zubehör betrifft. Man kann sich einen Weber Grill kaufen und hier auch gleich das passende Zubehör mitbestellen. Zum Gasgrill den Grillwagen oder Standfuß, die Anschlüsse für die Gasflasche, so diese denn nach einiger Zeit etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden und einmal ausgetauscht werden müssen, aber auch die Grillzange, das Kochbuch und vieles mehr. Zum Holzkohlegrill gibt es einen Grillanzünder aus Metall, in dem die Kohle viel besser anbrennt, eine satte Glut entwickelt und dann, nach Entfernen vom kleinen „Kamin“ schön verteilt werden kann. Auch hier ist die Palette an allerlei Zubehör noch viel länger. Dann aber gibt es die Grills, zu denen die Zubehör Artikel frei gekauft werden, weil es sie – zum Beispiel von einem Discounter Hersteller – gar nicht gibt. Diese Hersteller kümmern sich nur um die Produktion und den Vertrieb der Grills. Dann haben natürlich alle Benutzer dieser Grills die Möglichkeit, ihr Zubehör im Baumarkt, in der Haushaltswaren-Abteilung oder in sonstigen Läden und online Shops zu kaufen. Nicht selten hat man es hier mit Importware aus China zu tun.
Billiglohn ist Chinas Trumpf beim Export
Während die Volksrepublik China zum Beispiel mit teuren, seltenen und daher weltweit heiß begehrten Metallen in Sachen Export etwas geizt (vgl. dazu den Bericht auf www.spiegel.de) hat es sich durch Erfolge in vielen anderen Bereichen sogar an Platz eins der Exporteure auf der ganzen Welt geschoben. Aus China heraus kommen viele Produkte – eben auch für den Haushalt, das Grillen und so weiter. Der Weg an die Spitze aller Exportländer begann als kleines Lichtlein: Es gab eine Zeit, in der China politisch und wirtschaftlich dem Westen gegenüber nicht gerade offen gegenüberstand. Erst, als man landesintern diese selbstauferlegte Barriere überschritt, ließ sich der Exportboom nicht mehr aufhalten. Mit ein Grund für diesen Erfolg ist natürlich die Preisgestaltung bei chinesischen Produkten. Vergleicht man einmal den Lohn, den eine Firma einem deutschen Angestellten dafür bezahlen muss, einen Grillrost oder eine Grillzange herzustellen mit den Lohnverhältnissen in der Volksrepublik China, ist sofort klar, wer den größeren Erfolg hat. Oft verdienen deutsche Arbeiter am Tag, was sie in China im Monat verdienen würden. Deswegen werden lieber Schiffsladungen voller Produkte oder Vorprodukte, teils auch Material, in andere Länder importiert, als dort vor Ort hergestellt.
Vom Grillteller bis zur Gabel: Vieles kommt aus China
Das extra Geschirr, von dem im Garten gegessen wird, ist einigen anderen Bedingungen ausgesetzt, als das gute Geschirr im Haus. Man geht davon aus, es könnte viel eher herunterfallen. Gleiches gilt zum Beispiel auch für Gläser. Hier greifen die hiesigen Verbraucher also gerne zu billigen Produkten, denn dann ist nicht so viel Wert verloren. Billig und China Import – diese beiden Begriffe passen bisher optimal zusammen. Wenn man es sehr einfach ausdrücken möchte, sind die Deutschen durch ihr Einkaufsverhalten selbst daran schuld, nicht mehr die Nummer eins auf dem Exportmarkt zu sein. Wie auf www.zeit.de in Zahlen aufgeschlüsselt, ist es ein Milliarden Umsatz, der da an Devisen in die Volksrepublik fließt – alleine vom Export. Dennoch kaufen die deutschen – und weltweit anderen Nationen angehörenden – Nationen fleißig weiter aus chinesischer Produktion ein. Oft ganz bewusst, oft aber auch absolut gleichgültig der Frage gegenüber stehend, in welchem Land ein Produkt, das gerade zum Sonderpreis verkauft wird, hergestellt wurde. Das Lohndumping und die Arbeitsbedingungen in China sind übrigens auch Thema bei vielen Menschenrechtsorganisationen.